Druck und Medientechniker präsentieren den Impuls 2018

Die beiden Moderatoren Jan Ringwald und Dominik Fabbri begrüßten die zahlreich erschienenen Gäste im ehrwürdigen und festlich geschmückten Cannstatter Kursaal und führten souverän durch den Abend. Bevor sie auf die einzelnen Aspekte des diesjährigen Impuls eingingen, stellten sie nochmals die grundsätzliche Bedeutung dieses Abschlussprojekts heraus. Nicht nur, dass die Broschur an 5000 Unternehmen der Druck- und Medienbranche versandt wird und damit eine „ideale Ausgangsposition für eine etwaige Bewerbung“ darstelle, sondern auch der „Planspiel-Effekt“ sei besonders hervorzuheben. Da hierbei jedoch mit „echtem Geld“ operiert werde, stolpere man zwangsläufig auch über „echte Probleme“ und lerne den Arbeitsalltag dieser Branche tatsächlich kennen. Das sei in dieser Form einmalig in Deutschland.

Der diesjährige Impuls widmete sich dem Thema Toleranz. Auf die Ambiguität dieses Begriffes hinweisend, erklärten die beiden Moderatoren im Wechsel die Gestaltungskonzeption anhand der Umschlagseite. Toleranz gebe es nämlich nicht allein in der Gesellschaft, sondern auch in der Druckbranche. Aus diesem Grund entschied sich das Projektteam in Zusammenarbeit mit der Gestalterin Stefanie Kaiser leitmotivisch mit Tonwert- und Passermarken zu arbeiten. Das Ziel, die alltäglichen Arbeitswerkzeuge in kreativer Weise zu nutzen, kann als sehr gelungen bezeichnet werden. Die eher statischen Farbmarken wird durch die sehr dynamisch wirkende Nahaufnahme eines Hundes kontrastiert, der die Rückseite ziert.

Der neue Impuls ist wirklich in jeder Hinsicht etwas ganz Besonderes und wartet mit sehr individuellen Features auf. Da wäre zum einen die fortlaufende Nummerierung zu nennen, die jedes Exemplar einzigartig macht. Durch die Blindprägung auf der Titelseite ergibt sich zudem eine schöne Haptik, die dem Produkt eine ausgesprochen edle Note verleiht. Schließlich wurde in dieser Ausgabe auch der digitalen Entwicklung Rechnung getragen. Über App lassen sich zusätzliche virtuelle Inhalte abrufen. Diese Form der Augmented Reality ist zukunftsweisend für die Branche, zeigt sie doch wunderbar die mögliche Schnittstelle zwischen Druckerzeugnissen und digitalen Inhalten.

In der Folge der Präsentation wurde von den beiden Moderatoren ein kurzer Überblick über die redaktionelle Arbeit sowie die Inhalte der Ausgabe gegeben. Inhaltlich wechseln sich die Fachbeiträge sehr sinnvoll mit gesellschaftspolitischen Themen ab, wobei beide Themenbereiche mal klarer, mal freier, stets jedoch leitmotivisch um den Begriff Toleranz kreisen und neue Perspektiven eröffnen sollen. So wechseln sich Beiträge über Systemtoleranzen im Flexodruck mit dem Bericht über eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung oder ein Interview zur LED Technologie im Druckbereich mit einer Reportage zu einem Projekt, das in Workshops Alltagsdiskriminierung den Kampf ansagt, ab. Die Beiträge sind allesamt gut recherchiert sowie fundiert verfasst und bieten ein sehr interessantes Spektrum.

Die beiden Moderatoren schlossen mit einer Reihe von Danksagungen, an Partner und Sponsoren, den Mitschüler Sebastian Böhler, dessen Engagement außerordentlich gewesen sei, in besonderem Maße dankten sie jedoch den beiden Betreuern des Projekts, Karl-Heinz Eitle und Kaca Speck, „ohne die man schon lange vom Weg abgekommen wäre.“ Herr Eitle griff daraufhin in seiner prägnanten Rede nochmals das Konzept der Toleranz(en) auf, illustrierte es mithilfe des Kabarettisten Georg Polt und erntete spätestens mit seinem abschließenden Dank für die Toleranz seiner Zuhörer in gleichen Teilen Lacher und Beifall.

Auf gemischte Resonanz stieß an diesem Abend einzig die komödiantische Darbietung der Kabarettistin Mariele von dr Alb. Man kann der Künstlerin auf alle Fälle nicht vorwerfen, dass sie ihr Publikum nicht versucht, mitzunehmen. Breite Zustimmung unter den Besuchern fand hingegen das im Anschluss dargebotene Buffet, an dem die Veranstaltung dann mit Gesprächen und Genuss in Gelassenheit ausklang. So präsentierte sich der 48. Jahrgang der Techniker an der jgs von seiner besten Seite. Präsentation und Produkt bewegen sich auf allerhöchstem Niveau.

Die gesamte jgs wünscht den Damen und Herren alles erdenklich Gute für ihren weiteren Werdegang und die beste Gesundheit.





Text: Weber
Fotos: Fulrich