Druckabteilung der Johannes-Gutenberg-Schule ist jetzt ISO-zertifiziert

Der ehemalige JGS-Techniker-Schüler Timo Mayer überreichte für die Firma Heidelberg die Zertifikats-Urkunde an die Druck-Lehrer Horst Frei (rechts) und Martin Pfefferle.
Die Druckabteilung der Johannes-Gutenberg-Schule Stuttgart hat mit dem erfolgreichen Bestehen des Zertifizierungsverfahrens nach ISO 12467-2 ihre hohe technische und fachliche Qualität unter Beweis gestellt. Das Zertifikat garantiert, dass in den Drucksälen der JGS mit gesicherter und gleichbleibend hoher Qualität gedruckt wird.
Drei Vierfarb-Bogendruckmaschinen neuester Bauart stehen inzwischen in den Druckwerkstätten der JGS – zuletzt hatte die Firma Heidelberg eine Speedmaster XL 75 für den Schulbetrieb feierlich übergeben. Zertifiziert sind neben diesen High-Tech-Maschinen nun auch ein Plattenbelichter (ein Suprasetter 74) sowie ein Proof-Drucker (HP Designjet 5500). Mit dem ISO-Zertifikat stellt die JGS-Druckabteilung damit offiziell unter Beweis, dass sie die in der ISO-Norm geforderten Qualitäts-Standards dauerhaft erreicht.
"Große Industriekunden drucken eigentlich nur noch bei zertifizierten Druckereien", sagt Druck-Lehrer Martin Pfefferle, der gemeinsam mit seinem JGS-Kollegen Horst Frei das JGS-Zertifizierungsprojekt erfolgreich geleitet hat. Schwankungen in der Qualität können und wollen sich die Großkunden nicht leisten. Dass die JGS mit ihrer Druckabteilung diesen Standard auch leisten kann, belegt das nunmehr überreichte Zertifikat, das eine zweijährige Gültigkeit hat.
5000 Bogen einer als PDF-Datei vorgegebenen Form mussten in konstanter Qualität gedruckt werden, jeder 400. Bogen wurde exakt auf mögliche Farbschwankungen untersucht. Dazu müssen optimale technische Voraussetzungen im Drucksaal geschaffen werden, sämtliche Parameter etwa für Feuchtmittel, Gummituch oder Luftfeuchtigkeit stimmen. Zudem muss ein Betrieb, will er das begehrte Zertifikat erhalten, entsprechende Mess- und Kontrollinstrumente anwenden und die Mitarbeiter eine Schulung durchlaufen haben.
"Wir waren sehr zuversichtlich, dass es klappt", sagt Martin Pfefferle. Bei der Firma Heidelberg, die die Zertifizierung vorgenommen hat, war man sich der Fachkenntnis der erfahrenen JGS-Drucker ebenfalls gewiss. Nicht zu unrecht, wie Martin Pfefferle schmunzelt: "Wir haben gleich aufs erste Mal alle Toleranzen eingehalten."
Foto: Uli Thym / Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
