Teddy Murphy tanzt dem Protagonisten auf der Nase herum

31 Schüler der Mediengestalterklasse 3MT3 haben sich in 5 Projektteams eine ganze Woche lang mit dem Projektrahmenthema “Murphy’s Law” (vereinfacht gesagt: Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen) auseinander gesetzt. Entstanden sind fünf originelle, ganz unterschiedliche, rund neunzigsekündige Videos, in denen die Berufsschüler so richtig die Puppen tanzen lassen.

 

Das Video “Murphy” von Lisa, Sarah, Alex, Jonathan, Lukas und Max erzählt die Geschichte eines Protagonisten, der, seitdem er eines Morgens einen Teddybär in der Paketpost gefunden hat, von dem er nicht weiß, woher er kommt, plötzlich von einem Fettnapf in den nächsten tritt.

Erst verpasst er ganz knapp den Bus zur Arbeit, dann fällt ihm das Smartphone runter und schließlich bekleckert er sein weißes T-Shirt mit Kaffee, und als er am Ende eines langen rabenschwarzen Tages endlich auf die Couch sitzen und den Tag in Ruhe ausklingen lassen will, zeigt die letzte Einstellung des Kurzfilms, wie der Teddybär, den er eben aus dem Fenster im zweiten Stock geworfen hat, um ihn endgültig loszuwerden, gerade putzmunter über den Fenstersims klettert. Der Zuschauer ahnt: Das wird noch lange nicht das Ende der Fauxpas im Tun des Protagonisten sein.

Der Kurzfilm von “Bad Luck” von Nicole, Jasmin, Jessica, Simon, Dario, Jannik und Marius nähert sich von einer anderen Seite dem Thema. Im Screen-splitting zeigen sie zunächst, wie zwei Bewerberinnen für einen Job morgens aus dem Haus gehen zum Vorstellungsgespräch. Ihre Wege kreuzen sich später im Wartezimmer vor der Besprechungsraum.

Während bei Figur A an diesem Tag alles wie am Schnürchen klappt, geht bei Figur B zunächst alles schief. Erst rempelt ein rücksichtsloser Passant sie an, was sie in ihren Coffee to go kostet, dann, als sie schon ziemlich abgehetzt ebenfalls den Warteraum betritt und aus ihrer Mineralwasserflasche trinken will, landet das Wasser auf ihrem Top statt im Mund. Alles spricht eigentlich dafür, dass Figur A auch den Job bekommen wird, doch als Wendepunkt in der letzten Einstellung sieht man, dass Figur B den Job bekommt und voller Freude den Arbeitsvertrag unterschreibt.

Die Botschaft könnte lauten: Murphy’s Law gilt zum Glück nicht immer, und auch ein zunächst gebrauchter Tag kann durchaus noch ein erfolgreiches Ende finden.

Alle Videos werden auf der Projektausstellung vom 6.11. bis 9.11. zu sehen sein. Kommen und Anschauen lohnt sich!

Fotos und Text: A. Tennigkeit

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