JGS-Ausflugstipp: Märchensee

Dem besonderen Zauber des Märchensees, der verborgen in einem Waldstück in Wendelsheim im schönen Ammertal gelegen ist, kann sich kaum jemand entziehen. Tatsächlich wirkt dieses kleine, aber feine Juwel fast wie ein verwunschener See aus einem der Märchen der Gebrüder Grimm:

Die Anfahrt ist einfach, von Stuttgart aus auf der Bodenseeautobahn bis Ausfahrt Herrenberg, dann durchs Ammertal bis nach Wendelsheim, ein hübsches Dorf, das heute ein Stadtteil von Rottenberg ist. Dort am besten auf dem Parkplatz vor der Schule in der Steinbruchstraße parken und schon kann es losgehen.

Zunächst gehen wir durch Weinberge und Wiesen eine kleine Anhöhe hinauf, von der man einen herrlichen Blick auf Wendelsheim, Rottenburg und die Schwäbische Alb genießen kann: Sehr gut zu sehen sind der Rossberg und die Burg Hohenzollern.

Dann heißt es an der Weggabelung besser den Weg rechts nehmen, denn der führt durch eine imposante Felsenlandschaft bis hin zum Märchensee. Hier wurde bis in die 1960er-Jahre tatsächlich noch professionell Keuper abgebaut und verkauft.

Durch einen schmalen Waldweg nähern wir unserem Ziel. Noch eine kleine Linkskurve, dann liegt er vor uns: der Märchensee in all seiner etwas geheimnisvollen Schönheit. Rund hundert Meter lang, teilweise mit kleinen, schwimmenden, grünen Blättern bedeckt, die ihm diesen leicht verwunschenen, märchenhaften Charakter verleihen.

Jetzt heißt es innehalten und in Ruhe abwarten: Und tatsächlich, schon nach kurzer Zeit ist ganz deutlich das Quaken der sogenannten Geburtshelferkröten zu vernehmen, die 1928 hier ausgesetzt worden sind und deren Population sich bis heute in dieser maßgeschneiderten Umgebung gehalten hat.

Neben uns stehen ein paar Leute und versuchen, einen der lauthals quakenden Seebewohner zu entdecken, was nicht ganz leicht ist, weil die Tiere durch die Farbe ihrer Haut bestens getarnt sind. Doch wir haben Glück und erkennen das erste Prachtexemplar, wie es von einem im Wasser liegenden Ast sichtlich vergnügt durch die Luft ins Wasser hüpft.

Die Kids sind hellauf begeistert und auch die Erwachsenen erfreuen sich an dem kleinen Schauspiel, zumal einige Artgenossen dem Vorreiter nacheifern und mit einem beherzten Sprung vom Ast ins Wasser folgen. Kameras und Smartphones werden gezückt, einer hat ein Tele dabei und versucht, eines dieser munteren Wesen heranzuholen und abzulichten.

Wir gehen den Steg am See entlang, bleiben an verschiedenen Stellen noch etwas stehen und laufen dann zurück zum Aussichtspunkt. Von dort biegen wir rechts ab und kommen durch die Weinberge und an Kirschbäumen vorbei nach gut 90 Minuten zurück zum Parkplatz. Eine schöne kleine Tour ins Grüne, die sich wirklich gelohnt hat!

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