Zwischenbilanz: Fernunterricht derzeit an der JGS

Fernunterricht statt Präsenzunterricht, das ist für alle gerade eine Herausforderung, der wir uns alle pandemiebedingt zu stellen haben und keiner weiß genau, wie lange das so noch laufen wird. Manche kommen gut damit klar, andere haben Anlaufschwierigkeiten bei der Umstellung. Wir haben uns per Mail mal umgehört, wie der Fernunterricht an der JGS derzeit erlebt wird:

“Ich finde, dass es mit dem Fernunterricht im Großen und Ganzen gut läuft. Wir haben genügend, fast sogar mehr als während des Präsenzunterrichts, an Aufgaben und Abgaben, die es zeitnah zu erledigen gilt. Die Kommunikation läuft immer besser, und es wurden auch schon die ersten Referate inklusive PowerPoint-Präsentation via Teams erfolgreich gehalten. Ich glaube, da es so gut läuft, wäre auch eine Verlängerung des Online-Unterrichts kein Problem.”

Lucie, 19, 3BK

“Für mich ist das Homeschooling eine sehr gute Alternative. Klar kann man im Präsenzunterricht Dinge zeigen und besser veranschaulichen. Allerdings bin ich persönlich motivierter und konzentrierter, da man sich seine Aufgaben selbstständig einteilen kann und auch zum Lernen mehr Zeit hat, da der Fahrtweg entfällt. Wenn Fragen aufkommen, sind die meisten Lehrer jederzeit erreichbar. Meiner Meinung nach könnte man die Organisation der Aufgabenverteilung noch etwas verbessern.”

Daniela, 22, Berufsschule

“Das Gute am Fernunterricht ist, dass wir in einem sicheren Umfeld am Unterricht teilnehmen können und auch Zeit sparen, was den bei manchen langen Fahrtweg angeht. Die meisten Lehrer sind für Rückfragen gut via E-Mail oder Teams erreichbar. Allerdings ist das E-Mail Fach nahezu ununterbrochen voll, weshalb man aktuelle E-Mails löschen muss. Da der Unterricht daheim oder am Arbeitsplatz stattfindet, kann man sich gut strukturieren und hat Ruhe beim Lernen. Der einzige Nachteil ist, dass manche Lehrer keine klar strukturierten Aufgaben vergeben.”

Nicole, 27, Berufsschule

“Der Fernunterricht an der JGS funktioniert meiner Meinung nach ganz gut. Es ist auf jeden Fall um einiges besser als im März, allerdings hapert es immer noch ein wenig an der Struktur. So kommt es zeitweilen vor, dass man zahlreiche E-Mails beantworten und bearbeiten muss und nur die Aufgaben abarbeitet. Das gehört zwar auch mit zum normalen Unterricht, aber oft hat man das Gefühl, dass die Aufgaben nicht nur für die eigentlichen Schulstunden geplant wurden. Damit meine ich, dass man für die Aufgaben manchmal zu lange braucht, um Sie in vollständiger Einzelarbeit zu bearbeiten. Die Aufgaben sind mitunter nicht auf die eigentliche Unterrichtszeit abgestimmt, das wird dann oftmals mit der Aussage “Sie hatten doch die ganze Woche Zeit” verteidigt.”

Tobias, 22, Berufsschule

“Ich bin auch gut mit dem Fernunterricht zurechtgekommen. Man konnte sich Arbeitsaufträge und Hausaufgaben selbst einteilen. Der Unterricht hat auch gut funktioniert, es gab wenige Störungen. Ich hatte das Gefühl, dass die Lehrer und Lehrerinnen mehr Zeit für jeden Einzelnen hatten, was mir sehr gut gefallen hat. Ich habe mit dem Remote Desktop gearbeitet, was zum größten Teil funktioniert hat. Mir persönlich hat der Fernunterricht gut getan, da mein langer Fahrtweg wegfällt und ich so mehr Zeit effektiv an Aufgaben nutzen konnte.”

Lisa, 22, Berufsschule

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