Bildhauer Barlachs 150. Geburtstagsjubiläum

Der lesende Klosterschüler, 1930  Foto: Wolfgang Sauber

Heute am 2.1.2020 jährt sich Ernst Barlachs Geburtstag zum 150. Mal. Hierzuland kennt man Barlach vor allem als Bildhauer, er hinterließ aber auch ein umfangreiches literarisches und grafisches Werk. Das Licht der Welt erblickt er 1870 als Ältester von vier Söhnen eines Arztes. Der Vater stirbt früh, Barlach studiert Kunst in Hamburg und Dresden, nach dem Studium geht er für zwei Jahre nach Paris, eine Russlandreise prägt ebenfalls seine Kunstauffassung und befördert seine Arbeit an Skulpturen.

Barlachs Sujet ist und bleibt lebenslang der Mensch in all seinen Facetten. Er nimmt an Kunstausstellungen in Berlin teil und lässt sich in Güstrow ein Atelier nach seinen Vorstellungen einrichten. Hier hat er eine seiner produktivsten Schaffensphasen, die Einberufung im 1. Weltkrieg setzt dieser ein jähes Ende.

1927 wird die Bildhauerin Marga Böhmer seine Lebensgefährtin, 1930 gestaltet er die Holzskulptur “Der lesende Klosterschüler”, der der Autor Alfred Andersch in seinem Roman “Sansibar oder der letzte Grund” 1957 sogar ein literarisches Denkmal gesetzt hat. Viele seiner Werke werden in den 1930er-Jahren als ‘entartete Kunst’ eingestuft, 1937 wird ein völliges Ausstellungsverbot verhängt. Ernst Barlach stirbt 1939 im Alter von 68 Jahren an einem Herzinfarkt.

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