Mr. Sultans of Swing wird 70 – wir gratulieren

Aus dem Nichts und “abgebrannt mit leeren Taschen”, wie der Bandname “Dire Straits” schon andeutet, kamen sie vor 41 Jahren von 0 auf 100 in die internationalen Hitparaden. Die Debutsingle “Sultans of Swing” war so außergewöhnlich gut und innovativ, dass sie zum Welthit werden musste. Mark Knopfler, der am 12. August runde 70 wird, steuerte die einzigartige Lead Guitar und Vocals bei und ist seitdem aus der Popmusikszene nicht mehr wegzudenken. Zu Recht wird er heute in einem Atemzug mit den Besten seines Fachs wie Clapton, Santana und Gilmour genannt.

Das Licht dieser Welt erblickt Mark Knopfer im damals grauen, industriell geprägten Glasgow als Sohn eines ungarischen Architekten und einer Engländerin. Er wächst im Nordosten Englands auf und schließt in Leeds ein Journalistikstudium erfolgreich ab. Seine Leidenschaft gehört aber dem Gitarrenspiel.

Der Soundtrack zum Kult-Kinostreifen “Local Hero” stammt aus seiner Feder. Zu den Meilensteinen der Bandhistorie gehört das 1985 veröffentlichte Album “Brothers in Arms”. Der Titletrack avanciert zum neben den Sultans bekanntesten Song der Band.

Auch andere Superstars greifen schnell und gern auf die Dienste des virtuosen Gitarristen zurück: Bob Dylan auf dem Album “Slow Train Coming”, Randy Newman bei “It’s Money that Matters” und für Tina Turner komponiert er 1984 deren Comeback-Hit “Private Dancer.”

Mitte der 90er-Jahre nimmt Mark Knopfler das Soloalbum “Golden Heart” auf, das seiner Ehefrau Kitty gewidmet ist. Mit “Sailing to Philadelphia”, “What it is” und “Boom like that” gelingen ihm Solohits, bis heute hat er mehr als 120 Millionen CDs verkauft. Knopfler ist ein lebendes Beispiel dafür, dass musikalische Topqualität und Massenkompatibilität keine Gegensätze sein müssen.

Zuletzt kam 2018 sein 9. Soloalbum “Down the Road Wherever” auf den Markt. Die ausgekoppelte Single begeisterte die Kritiker. “Back on the Dancefloor” sei “wahrscheinlich der beste Song, den Knopfler seit etwa 30 Jahren geschrieben hat”, urteilte etwa Richard Kämmerlings, der für die FAZ und NZZ schreibt. Und in der Tat: Nach eher ruhigen, weniger inspirierten Alben hat Mark Knopfler jetzt offensichtlich zurückgefunden zu dem sagenhaften Drive und prägnanten Sound, der ihn zur Legende werden ließ.

Happy birthday, keep the fire burning, Mark!

Text: A. Tennigkeit   Foto: Klaus Hiltscher

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