Lernen von zu Hause aus – so läuft’s im BFD

Auch die einjährige Berufsfachschule Medien befindet sich zur Zeit im Homeschooling. Lernmaterial für zu Hause, Videounterricht und Gruppenunterricht über die Software Teams von Microsoft bestimmen den Schulalltag.

In diesen ersten Wochen des neuen Jahres bieten die Lehrkräfte Videokonferenzen sowie Unterrichts­einheiten und Fragestunden über die digitale Plattform MS-Teams an. Ansonsten wird Kontakt zu den SchülerInnen per Mail gehalten. Die Unterrichtsmaterialien werden über Teams angeboten oder den Mails angehängt. Über die Kommunikationsplattform MS-Teams können sich SchülerInnen sowohl mit der Lehrkraft als auch mit den MitschülerInnen in Videokonferenzen austauschen.

Der Fernunterricht orientiert sich weitgehends am Stundenplan und bildet somit, soweit es eben mit den Einschränkungen im Distanzlernen und -unterrichten möglich ist, den Präsenzunterricht ab. Nur die digitale Infrastruktur mache dem Heimunterricht hin und wieder einen Strich durch die Rechnung. Engpässe sind instabile Internetverbindungen oder mangelhafte PC-Arbeitsplätze mit Webcam und Mikrofon bei den SchülerInnen. Diese sorgen vereinzelt für Aussetzer beim Online-Unterricht.

Die JGS profitiert von den Erfahrungen im vergangenen Frühjahr. »Allerdings konnten die Elterngespräche nicht wie gewohnt stattfinden. Das Informationsmaterial erhielten die Eltern daher in ausgedruckter Form über die SchülerInnen ausgehändigt«, bedauern Wolfgang Aust und Rolf Guggolz, Klassenlehrer des BFD.

Die SchülerInnen der Berufsfachschule Medien wurden befragt, wie diese ersten Wochen im Fernunterricht an der JGS wahrgenommen wurden. Was lief gut und was nicht so gut?

 

Mich persönlich stört der Fernunterricht nicht sonderlich, teilweise finde ich ihn sogar ganz angehnem. Ich verschwende weniger Zeit, da die Fahrt- und Wartezeiten entfallen. Wie unzureichend die Kommunen und demzufolge die Schulen auf solche Situationen vorbereitet sind, wurde mir erst jetzt klar. Doch trotz der Anlaufschwierigkeiten lief der Fernunterricht an der JGS bisher ganz gut. Die Kommunikation funktioniert gut, Schüler bekommen ihre Unterlagen ohne größere Probleme und der Unterricht findet zu den geplanten Zeiten statt.
Stella D.
 
Ich finde, dass es mit dem Fernunterricht im Großen und Ganzen gut läuft. Ich spare die Zeit für den Weg zur Schule und zurück nach Hause. Vor allem wenn es Abends früh dunkel wird. Aber trotzdem bevorzuge ich den Präsenzunterricht, da ich dort mehr zeigen kann und auch etwas motivierter bin.
Tobias K.
 
Den Online-Unterricht im Allgemeinen finde ich ganz okay, weil man weniger Stress hat die Aufgaben mit mehr Ruhe und gelassener erledigen kann. Da ich kein Frühaufsteher bin, bleibt morgens bis Schulbeginn mehr Zeit. Schade, dass bei mir das Internet nicht immer optimal funktioniert und dadurch sich der Unterricht verzögert. Es nervt manchmal. Mir fehlt aber auch der Kontakt zu meinen Mitschülern. Daher lieber richtigen Unterricht als online.
Sarah V.
 
Die Wochen im Online-Unterricht verliefen sehr gut, aber auch mit verständlichen Startproblemen, da die Situation für alle neu war. Doch trotzdem haben wir es geschafft Unterricht zu machen und uns weiterzubilden. Dass sich die Unterrichtszeiten änderten, daran habe ich mich schnell gewöhnt.
Kai O.
 
Obwohl ich mit vielen Internetproblemen zu kämpfen habe und dadurch der Unterricht etwas stockt, kommen wir gut voran. Ich persönlich kann alleine besser arbeiten als mit den Mitschülern in der Klasse, das war schon vor der BFD so.
Lukas M.
 
Im Homeschooling fällt es mir schwerer, mich während des Online-Unterrichts zu konzentrieren, weil ich zu Hause viel mehr abgelenkt bin als in der Schule. Gut lief meiner Meinung nach die Bearbeitung der gestellten Aufgaben. Die direkte Kommunikation mit meinen Mitschülern und den Lehrern fehlt mir im Nachhinein mehr, als ich anfangs dachte.
Lea L.
 
Positiv am Homeschooling ist, dass mein weiter Anfahrtsweg zur Schule eingespart wird. Manchmal fehlt die verbale Kommunikation, also das Miteinander diskutieren passiert online weniger impulsiv. Und mir fehlen meine Freunde, die ich zur Zeit nicht in der Schule sehen kann.
Julia G.
 
Ich finde den Fernunterricht an der JGS gut. Meistens funktioniert es auch. Manche Lehrer machen den Fernunterricht über Microsoft Teams, andere hingegen schicken E-Mails mit Aufgaben. Ich persönlich finde, zum Start in die Stunde, ist ein aufmunterndes Online-Meeting ganz gut. Anfangs forderte uns die Technik ganz schön. Doch schon in der zweiten Woche wurden alle Möglichkeiten in Teams ausgeschöpft: Arbeitsblätter teilen, Aufgaben einreichen, die Chat-Funktion, die Kamera und sogar Zweiergruppen-Arbeit per Zufallssystem. Schwierig ist und bleibt die teils instabile Internetverbindung einiger Meeting-Teilnehmer. Es kommt immer wieder zu einem zeitverzögertem Bild oder es stockt sogar ganz. Man kann sich auch melden. Dies ist besonders sinnvoll, wenn mehrere auf einmal reden, dann versteht man überhaupt nichts mehr. Doch wie sich herausstellte, waren diese beim Lehrer nicht immer gleich sichtbar, was den Anschein erweckt, es würde sich niemand beteiligen wollen. Besonders ist das während der Funktion „Bildschirm teilen“ der Fall. Da sieht der Lehrer weder die Chat-Nachrichten, noch Meldungen. Doch auch das haben einige Lehrkräfte gut gelöst, indem sie sich zusätzlich mit einem Zweitgerät eingeloggt haben.
Sophia R.
 
Wie es läuft, ist es in Ordnung. Im Präsenzunterricht in der Schule verstehe ich es besser. Wenn ich eine Aufgabe nicht verstehe, ist es im Fernunterricht schwerer, es zu verstehen, auch wenn die Lehrer es sehr gut erklären. Gut läuft, dass die Lehrer versuchen den Unterricht so zu gestalten, als würde man normalen Unterricht machen, also mit den Arbeitsmaterialien und allem was man braucht. Die technischen Probleme mit den Programmen oder der Internetverbindung werden gelöst, aber in der Schule kommt die Hilfe des Lehrers schneller.
Fani V.
 
Ich finde es toll, dass es besser funktioniert, wie ich dachte. Die Lehrer sind gut vorbereitet und sind immer in der Unterrichtszeit erreichbar. Da man im Beruf des Mediengestalter die Möglichkeit hat im Homeoffice zu arbeiten, wird man jetzt schon auf diese Zukunft vorbereitet.
Marvin B.
 
Der Fernunterricht ist ganz okay, aber Präsenzunterricht ist besser. Auftretende technische Probleme mit den Programmen können in der Schule schneller beseitigt werden, da der Lehrer vor Ort seine Hilfe anbietet. Über das Internet geht das zwar auch, ist aber umständlicher und langsamer. Mir fehlt der soziale Kontakt mit Freunden. Was ich gut finde ist, dass die Lehrer versuchen den Unterricht so zu gestalten wie in der Schule, was ihnen auch gelingt. Blöd ist, wenn das Internet langsam wird, das Bildschirmbild dann verpixelt ist und man nichts erkennt.
Fabienne F.
 
Meine Erfahrung mit dem Onlineunterricht ist überraschend gut. Viele Aufgaben mussten wir alleine lösen, aber das hat soweit eigentlich sehr gut geklappt. In den praktischen Fächern fehlt mir das kurzfristige Nachfragen, wenn man ein Problem alleine nicht lösen kann. Das ist im Präsenzunterricht viel besser. Aber wenn man etwas garnicht versteht, waren die Lehrer problemlos zu kontaktieren.
Hannes T.
 
Das Arbeiten im Fernunterricht funktioniert besser als erwartet. Dennoch würde ich jederzeit den Präsenzunterricht bevorzugen, da ich den direkten Austausch mit meinen Mitschülern und Lehrern effizienter und schöner finde.
Jannik B.
 
Dass die Kommunikation und der Unterricht auch über Teams gut klappt, hätte ich nicht gedacht. Diszipliniertes Arbeiten, durch viel selbständiges Erarbeiten von Inhalten, ist etwas, das ich künftig brauchen werde. Das lerne ich in dieser Zeit. Natürlich kann dies nicht die persönliche Nähe zu meinen Mitschülern und Lehrern ersetzen.
Emili K.
 
Die Lehrer und Schüler waren alle weitgehendst pünktlich und die Videoübertragung hat auch meistens gut funktioniert. Im Fernunterricht muss man sehr selbstständig arbeiten, aber das bringt einen persönlich weiter. Leider fehlen mir der persönliche Kontakt zu Schülern und Lehrern.
Tanja B.
 
Ich finde Fernunterricht größtenteils besser als den Präsenzunterricht, da einem der Schulweg erspart wird, man länger schlafen kann, zuhause Mittagessen kann und man sich den Tag etwas individueller planen kann. Außerdem sehe ich dies als Übung für späteres Homeoffice. Die negativen Seiten am Fernunterricht sind, dass man von WLAN und elektronischen Geräten abhängig ist, welche jederzeit streiken können. Auch bekommt man manchmal mehr Aufgaben, als im normalen Unterricht zu bewältigen ist.
Laura L.
 
Beim Online-Unterricht lernen wir das Notwendigste aber mündlich kann man kaum mitmachen, da meine Verbindung oft sehr schlecht ist. Das Bild bleibt oft hängen und so viele kleine Dinge, die einfach nur nerven. Deswegen würde ich lieber wieder in die Schule.
Dejan Misic
 
In den letzten Wochen habe ich nur positive Erfahrungen im Fernunterricht gemacht. Es gab keine Probleme mit der Technik und die Aufgaben konnte man immer gut und rechtzeitig erledigen. Außerdem gibt es noch den Vorteil, dass die Anfahrtszeit die es beim Präsenzunterricht gibt, wegfällt.
Luca W.
 
In den drei Wochem im Home-Schooling habe ich einiges erlegt. Überwiegend lief der Unterricht sehr gut. Die Mischung aus Online-Unterricht und eigenständiger Bearbeitung von Aufgaben bringt Abwechslung in den ansonsten recht einfältigen Corona-Alltag. Zusätzlich kann man sich im Rahmen der Unterrichtszeit seine Arbeit personalisiert aufteilen. Jedoch fehlt am Ende des Tages der persönliche Kontakt zu Mitschüler:innen und Lehrer:innen, ohne die der Schulalltag nur halb so schön ist. Wie alles im Leben hat nun eben auch Home-Schooling seine Vor- und Nachteile.
Colin P.
 
Ich finde es gut im Online-Unterricht zu arbeiten. Jeder kann seine Zeit selber und besser einteilen. Der Anfahrtsweg zur Schule fällt weg, was mir einiges an mehr an Schlaf lässt. Im Frontalunterricht kann ich besser arbeiten und der Kontakt zu meinen Mitschülern fehlt mir.
Moritz W.
 
Die Organisation und der Unterricht haben mich positiv beeindruckt. Allerdings waren noch technische Hürden zu nehmen. Der Unterricht läuft gut und ist produktiv und gut strukturiert. Mir gefällt die individuelle Zeiteinteilung bei der Aufgabenbewältigung und dass wir die Creative Cloud von Adobe als Schüler kostenlos nutzen können. Manchmal bleiben da technische Probleme nicht aus. Diese werde meist schnell behoben. Das Zwischenmenschliche fehlt mir zur Zeit schon sehr.
Jannis A.
 
Hin und wieder treten technische Probleme auf, aber ansonsten läuft alles optimal. Nach vier Dosen Red Bull und fünf Tassen Kaffee kann man alles schaffen. Daheim ist gemütlich, ruhig und nicht ganz so hektisch, wie in der Schulklasse. Den Präsenzunterricht ohne Masken und ohne Mindestabstand in naher Zukunft, das wünsche ich uns.
Caner S.
 
Beitrag: Wolfgang Aust

 

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